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Highlights

Projekte und spannende Aktionen in der Erzieherausbildung an der #BotnangerFachschule

Dreidimensionales Gestalten - Projekt im Oberkurs

Zu Schuljahresbeginn haben wir uns mit dem Schnitzen von verschiedenen Hölzern beschäftigt und als Hintergrundinformation zum Werkstoff dem Film „“Der Intelligente Wald“ angeschaut. Auch haben wir Ton und Gips hergestellt und verarbeitet und uns mit der Bearbeitung von Wachs sowie dem Gießen und Schnitzen von Seife beschäftigt. Wir ließen uns von dreidimensionalen Arbeiten aus der Kunsthochschule Halle (Professor Ulrich Klieber) inspirieren. Die Vorgehensweise mit Luftballons, Schokolade, Ton, Trinkhalmen, Orangen, Papier, Seife und vielen anderen Materialien hat uns beeindruckt.

Als Anpassung des Unterrichts an die derzeit herrschenden Regelungen hatte der Oberkurs die Aufgabe, sich in einer Gruppe ein plastisches Material herauszusuchen, mit dem sie sich in einem größeren Zeitraum auch zu Hause intensiv beschäftigten konnten. Zeichnungen und Malereien sollten begleitend zum experimentellen Umgang mit dem gewählten Material den Prozess dokumentieren. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, für die Altersstufen Kleinkind, Kindergartenkind und Schulkind dreidimensionale Aufgabenstellungen zu entwickeln und selbst zu erproben. Dabei war es wichtig, dass sich die Studierenden auch mit der Entwicklung des plastischen Gestaltens des Kindes und Jugendlichen auseinandersetzen und diese bei der Ausführung der dreidimensionalen Arbeiten sichtbar machten. Die Objekte wurden fotografisch dokumentiert, die Originale an die Schule gebracht und ausgestellt.

Gestaltung mit Draht
Werke aus Papiermaché
Dreidimensionales aus Ton
Wachs als Material

Unsere Studierenden arbeiten mit Ton, Seife, Wachs, Draht, Gehölze, Knete, Kaugummi, Pappmaschee, Papier und mit verschiedenen Teigen. In der Folge setzten sie sich dann mit Kunstwerken von Künstlern der Kunstgeschichte auseinander, die das jeweilige Material einsetzten.

Anschließend fand eine Auseinandersetzung mit den Inhalten aus BEF 1 statt, indem die Gruppen die Ergebnisse nach den Zielen der naturwissenschaftlichen Bildung und den Zielen der mathematischen Bildung untersuchten. In einer Mindmap wurden die Inhalte veranschaulicht. Zu dem ausgewählten Material wurden außerdem noch naturwissenschaftliche Experimente für Kinder erprobt, die sich unter Verwendung des jeweiligen Materials anbieten. Die von mir formulierte These „keine Ästhetik ohne Naturwissenschaft und keine Naturwissenschaft ohne Ästhetik“ wurde so im Kontext beleuchtet und anhand eigener Erfahrungen überprüft.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Exemplarisches Beispiel:
Papier

Was essen Regenwürmer? Woher kommt der Donner?
Wie geht "fliegen"?

Auf solche Fragen eine Antwort – geschweige denn eine kindgerechte Erklärung – parat zu haben ist gar nicht so einfach. Manchmal ist es genau diese Sorge, nämlich selbst nicht genug Wissen in den naturwissenschaftlichen Bereichen zu besitzen, die uns Erzieher*innen davon abhält, mit Kindern Naturphänomene zu erforschen und Naturwissenschaften erfahrbar zu machen.

Vielleicht ist es jedoch gar nicht am wichtigsten, auf alles eine Antwort zu haben! Es wäre doch ein guter Anfang, mit Kindern gemeinsam Fragen zu stellen und spielerisch allerlei dazu auszuprobieren.

Studierende aus PiA 3 haben viele solcher möglichen Fragen und Themen aus dem Alltag der Kinder gesammelt und überlegt, was daraus werden und was dazu gemacht werden könnte. Aus dieser Sammlung ist nun ein gedrucktes Heft (fast schon ein kleines Buch) mit über 40 Seiten entstanden zum

Fragen – Forschen – Gestalten
mit Ideen und Anregungen zum Nachdenken und Nachmachen, zum Mitmachen und zum Weitermachen.

Das reich bebilderte Büchlein steckt voller Anregungen für Kinder im Grundschulalter. Zum Beispiel zu Tönen und Musik, zu Erde, Pflanzen, Gemüse und Kompost, zu Wasser, zu Schokolade, zu Licht und Wärme, zum Rutschen auf der Rutschbahn ... und noch mehr!

Annemarie Steiner, Dozentin Ästhetische Bildung

Kita-Kooperation: Peter und der Wolf

Der Unterkurs hat sich gemeinsam mit dem Spitalwaldkindergarten mit dem Musikstück „Peter und der Wolf“ von Sergei S. Prokofjew beschäftigt. Zuerst wurde im Unterricht in Gruppenarbeit das Stück in verschiedenen gestalterischen Varianten umgesetzt, wie zum Beispiel Masken, Spielfiguren aus Papiermache, Daumenkino, Fotostory. Die Kinder im Spitalwaldkindergarten haben sich zeichnerisch mit dem Musikstück auseinandergesetzt, unterstützt von einer Musikpädagogin. Unsere Ergebnisse werden von den Kindern ab dem kommenden Herbst im Kindergarten aufgegriffen und integriert. Durch Corona konnte das Stück im Sommer 2020 leider nicht wie geplant im Nachbarschaftsgarten aufgeführt werden. Da der Nachbarschaftsgarten die optimale Bühne darstellt, hoffen wir, dass dies noch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann und sich die Kooperation mit Wolfgang Zaumseil und dem Spitalwaldkindergarten, die seit 1998 besteht, weiterhin bewährt. 

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Zeichnungen der Kinder aus dem Spitalwaldkindergarten
Ente
Katze
Wolf
Großvater hinterm Zaun

Daumenkino "Peter und der Wolf"

Fotostory zu Peter und der Wolf