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Highlights

Ästhetische Bildung: Gestalten mit allen Sinnen

In der Ästhetischen Bildung geht es darum, Kinder zum Wahrnehmen und Erforschen der Welt mit allen Sinnen anzuregen: Gestalten mit ganz unterschiedlichen Materialien, Experimente im Alltag, Werken, Bauen, Spielen, Entdecken ...

Dabei entstehen im Unterricht faszinierende Kunstwerke, Gegenstände und Spiel-Ideen - wir zeigen einen kleinen Einblick:

Altertümliche Maltechniken: Farben und Kleber auf der Spur

Im Fach Ästhetik haben wir uns mit altertümlichen Maltechniken auseinandergesetzt. Zum Einstieg betrachteten wir kunstgeschichtliche Bildbeispiele der Steinzeit, der römischen Mumienportraits, der Romanik, der Gotik, der Renaissance und der Gegenwartskunst. Das Bilderbuch „Ein Junge namens Giotto“ eröffnete den Malprozess.

Die Studierenden konnten Farben und Malkreiden aus natürlichen Materialien selbst herstellen: Aus Quark und Kaisernatron wurde Kaseinleim angerührt. Der Kaseinleim wurde zum Malen und zum Kaschieren verarbeitet. Mit natürlichen Erdpigmenten und mit Kaseinleim haben die Studierenden auf unterschiedlichen Untergründen (wie Gips, Ton, Rinde, Holzfurnier, Pappe) und mit Papier verschiedenartige Kunstgegenstände hergestellt. Dabei konnten wir auch naturwissenschaftliche Zusammenhänge entdecken. Außerdem haben wir aus Gips, Kreide und Pigmenten Straßenkreiden angerührt und in verschiedene Formen gefüllt. Das Herstellen vom Zeichenkohle konnte thematisiert und veranschaulicht werden. Malwerkzeuge entstanden aus verschiedenen Materialien und wurden erprobt. Abschließend erfolgte eine Reflexion, wie das Thema in der sozialpädagogische Praxis umgesetzt werden kann.

Entstanden sind Masken, Trommeln, Regenmacher, eine Schafherde und verschiedenartige Malereien.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Der Osterhase mit seinen Freunden ...

Im Ästhetik-Unterricht der PiA1-Klasse sind Papier-Osterhasen und andere Tiere entstanden.

Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

Naturwissenschaftliche Experimente: Murmelbahn, Kettenreaktionen, Magnetismus und Wasser

Studierende aus den Oberkursen haben sich im Lernfeld „Naturwissenschaftliche Lern- und Bildungsprozesse eröffnen, begleiten und erfahrbar machen“ mit verschiedenen naturwissenschaftlich verwertbaren Aktivitäten beschäftigt. Dabei wurden Kettenreaktionen entwickelt, Murmelbahnen installiert, Luftballonraketen gebaut und Brücken konstruiert. Es wurde mit Seifenblasen experimentiert, am Magnetismus geforscht und sich ausgiebig mit dem Element Wasser beschäftigt.

Die Studierenden analysierten die Aktivitäten  nach Themen und Zielen aus dem Lernfeld "Naturwissenschaftlichr und mathematische Bildung". Wie von selbst entwickelten sich – ganz wie bei Kindern – Erkenntnisse und Fragen, die dazu einluden,  ihnen weiter nachzugehen. In der Reflexion standen Überlegungen im Mittelpunkt, wie diese Aktivität durch Experten oder Exkursionen in der sozialpädagogischen Praxis aufgegriffen und erweitert werden können.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Spielobjekte gestalten

Die Studierenden hatten die Aufgabe, sich ein Material der Wahl auszusuchen, das sie durch ein abtragendes Verfahren zu einem Spielobjekt verwandelten. Verwendet wurde unter anderem das Material Holz, Schaumstoff, Stein, Seife und Kartoffeln. Entstanden sind zum Beispiel bekannte Figuren wie Tomte und der Fuchs, Fischsuppe, Turnersequenzen, Handspielfiguren, eine Spiellandschaft mit Zwergen, Badespielobjekte und Spielscheiben aus Schaumstoff für die Krippenkinder.

Anschließend fand eine schriftliche Reflexion des Arbeitsprozesses und die Möglichkeit der Umsetzung der Projektidee für die sozialpädagogische Praxis statt. Zurzeit sind die Arbeiten in den Vitrinen in der Fachschule ausgestellt.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Baumkunstwerke

Im Ästhetik-Unterricht der PiA-1-Klassen haben wir Zufallsverfahren und verschiedene Drucktechniken erprobt. Es wurden unterschiedliche Druckstempel hergestellt. Gleichzeitig haben wir uns mit den verschiedenen Farbtönen der Jahreszeiten beschäftigt. Außerdem haben wir den Merkmalen und Stimmungen der verschiedenen Jahreszeiten nachgespürt. Nun sind verschiedene Bäume entstanden, die all diese Elemente vereinen.

In einer Vitrine im Schulhaus sind außerdem die Stempel,  Bilderbücher für Kinder zum Thema Frühling, Sommer, Herbst und Winter sowie ein Buch mit Baumdarstellungen im Jahreslauf ausgestellt. Die Baumkunstwerke gehören zu den Aufgaben für den Leistungsnachweis im letzten Schulhalbjahr.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Druckserie aus dem Unterkurs

Im Unterkurs sind wunderschöne Druckserien entstanden - zum Thema EINLADUNG und WEIHNACHTEN. Die Karten werden zurzeit im Eingangsbereich der Fachschule ausgestellt, ganz professionell in einem Kartenständer. So können die Kunstwerke begutachtet und bewundert werden.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Entzückende Insekten

Es krabbelt an unserer Fachschule: Im Oberkurs entstanden aus Blätterdrucken, an denen weitergezeichnet wurde, kleine Insekten, die weder jucken noch stechen, sondern einfach entzückend sind!

Annemarie Steiner,
Dozentin für Ästhetische Bildung

Flugobjekte in den Bäumen

Luft- und Raumfahrt
Gut getarnte Flugtiere
Unterwasserwelt
Säugetiere unter Wasser
Halloween
Meerestiere
Technik in der Luft
Vogelhochzeit

Die Berufskolleg-Klasse hat mit Mobiles die Bäume vor der Fachschule und das Gebäude innen bestückt: Jetzt schwingt ein UFO, eine Krake, ein Delphin, ein Schiff und noch vieles mehr in der Luft. Die Flugobjekte wurden aus geknülltem Papier und Kleister hergestellt, mit Acrylfarben bemalt und zu thematischen Mobiles montiert. Pfiffige Aktion!

Mirjam Heil, Dozentin für Ästhetische Bildung

Wenn das Schuljahr eine Farbe wäre ...

Wenn das Schuljahr eine Farbe wäre, dann wäre es für die Schülerinnen und Schüler aus PiA1 und Berufskolleg2 augenscheinlich ziemlich bunt! Die Abschlussmalaktionen der beiden Gruppen hatte diese Frage als Ausgangspunkt und Anregung: Welche Farbe hat für mich das nun zu Ende gehende Schuljahr?

 

Mit unterschiedlichen Methoden und Vorgehensweisen in PiA1 und im BK2 entstanden aus diesen individuellen Farbmischungen großflächige Gemeinschaftsbilder.

Nicht nur ganz schön bunt, sondern auch sehr lebendig – oder vielleicht sogar ein bisschen chaotisch???

Annemarie Steiner
Dozentin für Ästhetische Bildung

Allerlei Tiere: in der Wilhelma, auf den Händen, als Stabfiguren ...

Um gleich mal mit dem Ziel des Projekts im Ästhetik-Unterricht zu beginnen:

Was am Ende der mehrwöchigen Unterrichtseinheit mit dem Berufskolleg entstehen soll, 
sind Tier-inspirierte Stabfiguren in der Kaschiertechnik.

Mit welchen Figuren spielen Kinder eigentlich? Welche unterschiedliche Spielfiguren gibt es in unseren Kitas? Wie können ganz schnell einfache Spielfiguren hergestellt werden?
Diese Fragen beschäftigten uns zum Einstieg in das Thema und führten zu einer kleinen Gestaltungsaktion: Aus allerlei Krimskrams (alten Pinseln, Wolle, Stoffen, Papier, Tüten ...) entstanden witzige Superhelden, Zauberer und auch erste Tierfiguren. Noch mehr Tiere wurden allerdings aus den Händen einiger Schülerinnen: etwas Schminkfarbe auftragen und fertig waren Einhorn, Elefant, Giraffe, Zebra, Schnecke, Hahn und Krokodil.

Für die aufwändigeren Stabfiguren war es uns wichtig, Tiere ganz genau zu betrachten. Welche Körperhaltung hat das Tier? Wie ist sein Fell oder sein Gefieder gemustert? Wie sehen die Zehen, die Ohren, die Schnauze ... eigentlich ganz genau aus? In der Wilhelma haben wir Tiere beobachtet, fotografiert und jede und jeder hat sich getraut, ein paar Skizzen anzufertigen die bei der Herstellung der Stabfigur nützlich sein können.

Jetzt wird es spannend ...

 

Können aus anfangs
noch ziemlich unförmigen
Zeitungspapierwülsten
wirklich Tierfiguren
geformt werden?

Schon nach kurzer Zeit und ein paar Lagen Zeitungspapier später sind die groben Formen zu erkennen: Giraffe, Elefant, Pelikan, Bär und viele andere Tiere nehmen Gestalt an. Jetzt heißt es bald für die Schüler(innen) des BK 2: Anmalen, Federn, Wolle, Stoff ... hinzunehmen und die Stabfiguren "zum Leben erwecken"!

Geschafft: Die Stabfiguren des BK 2 sind fertig!


Es zwitschert und grunzt, es bellt, brüllt und trompetet (naja fast ...) im Werkraum der Fachschule. Die farbenfrohen und eigenwilligen Tierfiguren können nun von den Schülerinnen und Schülern in die Praxis mitgenommen werden.Was die Kinder wohl zum Bunt-Löwen, zum Pinguin, zur Schildkröte, zur Giraffe und den vielen anderen Stabfiguren sagen werden?

Annemarie Steiner, Dozentin Ästhetische Bildung

Achtung: HEISS!
Feuerobjekte gestalten

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Naturwissenschaftliche Lern- und Bildungsprozesse eröffnen, begleiten und erfahrbar machen“,  haben wir in den Oberkursen die Brücke zur Kunst geschlagen, indem wir mit Feuer gestalterisch umgegangen sind. Jetzt, in der dunkleren und kalten Jahreszeit, erleben wir Kerzenlicht zum Beispiel beim Laternenlauf oder am Adventskranz. Kerzen verbreiten eine gemütliche Atmosphäre, geben uns Wärme und Licht.

Inwieweit es möglich ist, Feuer in eine bewusst gestaltete Form zu bringen, hat der Oberkurs erprobt, indem Drahtfiguren gebogen und ähnlich wie Fackeln präpariert wurden. Das Abbrennen der kleinen Feuerskulpturen war ein sinnlich-ästhetisches Erlebnis und eine Aktion, bei der auch Sicherheitsaspekte erprobt und in den Blick genommen wurden.

Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

Spielfiguren für die sozialpädagogische Praxis

Der Kurs PiA 3 fertigte im Lehrplanbereich Ästhetik Spielfiguren an. Neben dem altbekannten „Tütenkasper“, der aus Papiermaché oder Ton modelliert wurde, entstanden aus Schaumstoff herausgearbeitete Handpuppen, die mit vielfältiger Mimik bespielt werden können.

Die Kursteilnehmer aus PIA 3 können nun in der Praxis die Anwendung der im Unterricht entstandenen Spielfiguren erproben.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Kulinarische Museumspädagogik

Klee original
Klee kulinarisch

Die Oberkurse und die PiA-Klasse verabschieden sich 2016 mit „kulinarischer Museumspädagogik“ von der Fachschule. Die Studierenden hatten die Aufgabe, sich ein Kunstwerk auszusuchen und davon ausgehend eine kulinarische Umsetzung zu entwickeln. Die Plakatgestaltung und das Vorstellen der essbaren Umsetzung war zugleich eine Übung für die bevorstehende Präsentationsprüfung. Hierbei musste die Gruppe zuerst eine kurze Bildbeschreibung präsentieren, eine Interpretation zum Kunstwerk darstellen und gleichzeitig das Kunstwerk kulinarisch-praktisch umsetzen. Anschließend wurden die Ergebnisse bewundert und verzehrt. Eine Exkursion in die Werkstatt des museumspädagogischen Dienstes der Stadt Stuttgart KUBIS und eine Bildbetrachtung im Kunstwürfel ergänzten die Unterrichtseinheit.
Helga Abendschein, Dozentin für ästhetische Bildung

Mondrian original
Mondrian kulinarisch
Rothko original
Rothko kulinarisch

Seht, was Hände alles können!

Wahlpflichtangebot im Unterkurs: Aus Filz und anderen Materialien haben wir Spielfiguren entwickelt, hergestellt und bespielt. Die Ergebnisse werden nun in der Sozialpädagogischen Praxis vom Kleinkindalter bis in das frühe Grundschulalter eingesetzt.
Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Porträtwerkstatt

Gruppenbild der PiA3-Klasse: Alle Gesichter sind digital übereinandergelagert.

In der Porträtwerkstatt setzten wir uns im Ästhetik-Unterricht künstlerisch und digital mit dem eigenen Porträt auseinander. Die Kunstgeschichte kennt Porträts als „Genre“ seit dem Altertum. Der PiA-Kurs untersuchte, wie sich das Porträt in den letzten 2000 Jahren in der Kunstgeschichte entwickelt und verändert hat. Überlagerte Porträts, die klassische Klapp-Buch-Methode und Porträt-Puzzles auf Fotographien wurden angefertigt und mit ihnen experimentiert. Ein Blick auf das Porträt in der Malentwicklung des Kindes war ein spannender Abschluss der Porträtwerkstatt. Für die großzügige Unterstützung des Projekts danken wir der Firma Photo Planet, Stuttgart sowie Cewe-Fotoparadies.
Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Zeichnen mit Licht

Im Oberkurs-Unterricht zum Thema „(Gestalten mit) Licht und Schatten“ gab es zum Abschluss die Aktion "Lichtzeichnen" – mit beeindruckenden Fotos als Ergebnis.
Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

 

Schatten und Licht

Im Rahmen der Bildungsziele in Naturwissen-schaften und Ästhetik findet in den Oberkursen das Projekt "Schatten und Licht" statt. Startpunkt ist eine museumspädagogische Fortbildung mit Führung und Experimenten im Lindenmuseum Stuttgart. Vertieft wird das Thema im Unterricht durch die detaillierte Beschäftigung mit dem Phänomen "Licht und Schatten" sowie durch die naturwissenschaftliche und ästhetische Auseinandersetzung in der Herstellung von Kerzen.

Kreative Filzarbeiten

Im Fach Ästhetik haben wir kreative Filzarbeiten hergestellt. Filzen ist eine ganzheitliche Methode, die viele verschiedene Sinneserfahrungen ermöglicht und sich für die sozialpädagogische Praxis eignet.

Entstanden sind Fadenspiele, Fingerspielobjekte „Himpelchen und Pimpelchen“, Rechenmäuse für die Vorschulkinder, Mäppchen, Wärmflaschenhüllen und Kirschkernkissen.

Helga Abendschein, Dozentin für ästhetische Bildung