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BotnangerSchule

Ästhetische Bildung: Gestalten mit allen Sinnen

In der Ästhetischen Bildung geht es darum, Kinder zum Wahrnehmen und Erforschen der Welt mit allen Sinnen anzuregen: Gestalten mit ganz unterschiedlichen Materialien, Experimente im Alltag, Werken, Bauen, Spielen, Entdecken ...

Dabei entstehen im Unterricht faszinierende Kunstwerke, Gegenstände und Spiel-Ideen - wir zeigen einen kleinen Einblick:

Kreative Masken aus unkonventionellen Materialien

Die PIA1-Klasse hat mit großer Kreativität an Masken gearbeitet und dabei unkonventionelle Materialien wie Gipsbinden, Tonformen und Eierkartons eingesetzt. Die Auszubildenden haben sich vorab intensiv mit dem faszinierenden Thema der Masken in verschiedenen Kulturen auseinandergesetzt.
Künstlerisch haben sie sich dem Thema mit Papier und Schere genähert, um die vielen Gegensätze von hell und dunkel bis Frühling und Herbst, Sonne und Mond, Tag und Nacht, fröhlich und traurig herauszuarbeiten. Die entstandenen Masken wurden anschließend fächerübergreifend in der Musik eingesetzt – ein wahrhaft interdisziplinäres Kunstprojekt! Und natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen: In der sozialpädagogischen Praxis konnte das Maskenthema bis zur Faschingszeit fröhlich weitergeführt werden.

Helga Abendschein und Julia Gutekunst, Dozentinnen für ästhetische Bildung.

Was ist ein Junk Journal?

Ein Junk Journal ist ein kreatives Notizbuch, das aus recycelten Materialien und Alltagsgegenständen zusammengestellt wird. Das Junk Journal dient nicht nur für persönliche Aufzeichnungen, sondern bietet eine Plattform für die Verbindung von Naturwissenschaften und künstlerischem Ausdruck. 
Im Unterricht haben wir die Aufgabe bekommen, uns aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen einen Bereich auszuwählen. Dabei konnten wir beispielsweise zwischen den Themen Wasser, Pflanzen, Boden, Feuer, Weltraum oder Körper wählen. Hier war nicht nur der künstlerische Ausdruck im Fokus, sondern ebenfalls das Experimentieren mit Kindern. Bei der Erstellung der Junk Journals waren der individuellen und vielfältigen Ausdrucks- und Gestaltungsweise keine Grenzen gesetzt.

PiA3-Kurs Ästhetik bei Dozentin Julia Gutekunst

Wer bist du? Sich zeigen, gesehen werden, sein. 

Die neuen Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs sind erst wenige Tage an der Fachschule und werden schon mit einer der Grundfragen überhaupt konfrontiert: Wer bin ich? Und das ist nicht das einzige Rätsel, denn überhaupt, wenn ich weiß, wer ich bin, will ich so sein? Und wenn ich so sein will, wie ich bin, sehen mich die anderen auch so, wie ich sein will? 
Der Einstieg an einer Berufsschule ist kein leichter Schritt. Neue Freundschaften finden, sich zurechtfinden und gleichzeitig mitwachsen und sich immer wieder der eigenen Biografie, dem eigenen Sein nähern. Erzieherin oder Erzieher sein, das wird schnell klar, bedeutet Reflexion und dazu gehört auch mein eigenes Handeln, Denken, Sein. 
Im Ästhetikunterricht nähern wir uns der Frage nach der Identität mit den Händen und dem Verstand. Es wird gerissen und geklebt, der passende Schnipsel wird gesucht und gefunden und am Ende soll auch der Text im Hintergrund etwas über die Schülerin oder den Schüler selbst erzählen. 
Die so entstandenen Selbstportraits hängen jetzt im Schulhaus und jedes ist so individuell und schön wie die Personen selbst. Wir sind uns sicher, bald sind sie hier bekannt wie bunte Hunde. Herzlich willkommen an unserer Fachschule, lieber BK.

Julia Gutekunst & Helga Abendschein, Dozentinnen für Ästhetische Bildung

Alles nur Zufall?!

Ein blauer Klecks auf dem linierten Papierbogen bildet den Ausgangspunkt für eine neue Geschichte.
In den Kaffeeflecken auf meinem Esstisch erkenne ich Sizilien.
Hätte ich dich heute nicht getroffen, wer will wissen, was passiert wäre.
Zufall.
Gelobtes Glück oder neidvoll betrachtetes Leistungsversagen?
Freiheit oder Determinismus?
Wir lieben ihn, doch wollen wir ihm nicht alles überlassen!
Deswegen stellen wir uns die Frage:
„Was passiert, wenn der Zufall auf den Comic trifft?“ Ganz klar, er wird uns zur Vorlage einer neuen Geschichte. Und so entsteht aus pusten und schmieren, klecksen und quetschen eine Welt, die immer beides beinhaltet: Unvorhersehbarkeit und Planung, Freiheit und Struktur, Individualität und Schablonendenken. Und manchmal, so wie hier, verwischen wir die Grenzen und wir freuen uns über die neuen Erzählungen, die durch die Kooperation der scheinbaren Gegensätze entstehen.

Julia Gutekunst, Dozentin für Ästhetische Bildung

 

Springerle backen im Unterricht: Relief und Skulptur

In der Weihnachtsbäckerei: Im Oberkurs beschäftigen wir uns seit einigen Wochen mit dem Thema des plastischen Gestaltens. Inhalt des Lehrplans ist unter anderem das Thema Plastik, Skulptur und Relief. Mit Gips, Ton, Wachs, Seife, Papier und Teig haben sich die Studierenden mit dem Themenkomplex beschäftigt. In diesem Zusammenhang sind in der Weihnachtsbäckerei Springerle entstanden. 

Wir haben außerdem auch weitere Möglichkeiten wie das Bemalen von Modelgebäck und das Herstellen von Karten mit Papiermachee aus Eierkartons durchdrungen, die auch in der sozialpädagogischen Praxis weitergeführt werden können. Ein Besuch im Museum im alten Schloss in Stuttgart ist geplant. Dort wollen wir uns museumspädagogisch mit dem Thema Springerle in unserer Kultur beschäftigen. 

Helga Abendschein, Dozentin für ästhetische Bildung

Mit Huhn Berta in der Ausstellung Wolkenkuckucksheim

Mit großer Vorfreude ging unsere "Berta Laurenzius, das Huhn - Kreativgruppe" ins Museum im Kleihuesbau in Kornwestheim in die Ausstellung "Wolkenkuckucksheim".  Im Unterricht haben wir allerlei geflügeltes Getier entwickelt und uns mit unterschiedlichen Materialvorgaben zum Thema "kreativer Prozess" auseinandergesetzt. Der Besuch der Ausstellung "Wolkenkuckucksheim" von Matthias Graff in Kornwestheim erweiterte den Blick in die Museumspädagogik. Das Zeichnen der Ausstellungsobjekte führt uns zum nächsten Themenblock Kinderzeichnung. Außerdem entstanden in konzentrierter Arbeit auch Klangcollagen zu gefiederten Tieren und eine Gesangsperformance unseres UK-Männerchors. Eine gelungene Aktion für alle. 

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Fotos vom kreativen Prozess mit Berta Laurenzius

Berta verleiht Flügel! Drucke aus dem Unterkurs

Gestatten, Berta Laurenzius. Ich bin das Unterrichtshuhn und verstehe mich als Impulsgeberin für das Kreativitätsmanagement der angehenden Erzieherinnen und Erzieher. Ganz nach meinem Motto: Berta verleiht Flügel! Wem? Unserer Kreativität natürlich. Und so haben die Studierenden einen Riesenspaß dabei, immer neue Tierbegegnungen zu inszenieren und dabei die verschiedensten Drucktechniken auszuprobieren und wichtige Erfahrungen für die spätere Berufspraxis zu sammeln. Das Ergebnis ist vielseitig, ästhetisch und kann sich wirklich sehen lassen. 
Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Kunstwerk aus Blüten

Im Berufskolleg ist eine wunderschöne Gemeinschaftsblütenaufgabe entstanden. Verschiedene Blüten, verschieden Farben, verschiedene Reihungen und verschiedene Ordnungen ergeben ein Kunstwerk, das unsere Schule schmückt.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Wahlpflichtfach Ethik küsst Ästhetik

Fast ein ganzes Schuljahr lang beschäftigte sich der Kurs PiA2 mit dem großen Themengebiet des Upcyclings. Wir sammelten ganz unterschiedliche Materialien wie Eierkarton, Tannenzapfen, Krawatten, Textilien, Geschirr, Verpackungsmaterialien, Kerzenreste, Kalender, Schachteln und vieles mehr. Dieser Materialfundus und ein Besuch beim Fairkauf der Caritas in Feuerbach bildeten die Grundlage für die Ideenfindung, was daraus gezaubert werden kann.

Wir näherten uns dem Thema, indem wir zuerst einen Upcycling Adventskalender herstellten, der als Ideenbörse für die sozialpädagogische Praxis diente. Des Weiteren entwickelten wir eine Upcyclingwerkstatt zu Weihnachten, dem Thema Winter und zu Ostern. Anschließend entstanden in verschiedenen Gruppenkonstellationen sehr erfindungsreiche und kreative Produktserien von Spielsachen/Musikinstrumenten, Montessori-Lernobjekten, Lernkisten, eine  Murmelbahn, ein  Lernbuch, Dosenobjekte, eine Fühlstraße und eine Theaterkiste. Der krönende Abschluss war ein dreigängiges Menü, das eine Studierende aus Lebensmitteln von den Lebensmittelrettern gezaubert hat. Eine kulinarische Höchstleistung vom Feinsten wurde uns in unserer neuen Schulküche kredenzt.

Alle Teilnehmenden hatten in diesen Monaten die Möglichkeit, sich mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung auseinander zu setzen. Sicherlich finden einige der Ideen eine Verwirklichung in der sozialpädagogischen Praxis.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Ei-ei-ei: Wortspiele mit Ei

Der Unterkurs hatte um die Osterzeit die Aufgabe, die plastische Illustration eines Wortspiels mittels Modelliermasse und einem Ei umzusetzen. Alles reimt sich auf "ei": Liebelei, Loreley, Malerei, Polizei, Streiterei ...

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Experimente mit verschiedenen plastischen Materialien

In den Oberkursen wurden verschiedene plastische Materialien erprobt und dabei herausgearbeitet, auf welche Weise Kinder in unterschiedlichen Altersstufen auf Grund ihrer Entwicklung damit im dreidimensionalen Bereich gestalten können. Anschließend suchten die Abschlussklassen im Handlungsfeld "BEF 1 Naturwissenschaftliche Bildung" nach den Möglichkeiten, mit dem entsprechenden Material zu experimentieren. Eine umfassende Auseinandersetzung mit den naturwissenschaftlichen Bildungszielen sowie den Zielen der mathematischen Bildung und den integrierten Bildungsbereichen untermauerten den Arbeitsauftrag. Mögliche Fragestellungen von Kindern zum Experiment wurden zusammengetragen. In der gemeinsamen Reflexion bestätigte sich folgende These: „Keine Ästhetik ohne Naturwissenschaft – keine Naturwissenschaft ohne Ästhetik.“

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Piraten, Zauberer und Drachen

Aus Alltagsmaterial (Korken, Klorollen, Wolle, alten Pinseln, kaputten Scheren...) entstehen lustige, fantasievolle und ziemlich "schräge" Gestalten, die zum Spielen und Erzählen einladen. Auch die eigenen Hände verwandeln sich in allerlei Tiere, die ihren großen Auftritt haben.

Damit, und mit vielen weiteren Ideen im Gepäck, verabschieden sich die BKs in ihre zweite Praxisphase.

Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

Papierzählbücher und Geschichten aus Papier

Im Berufskolleg war es die Aufgabe, aus einem DINA0-Bogen Papier ein Buch zu falten. Nachdem wir uns auf ganzheitliche und sehr vielschichtige Weise mit dem Thema Papier auseinandergesetzt haben, untersuchten wir viele verschiedene Möglichkeiten, wie man Papier in der sozialpädagogischen Praxis bearbeiten kann. Von Reißen, Schneiden, Kleben, Flechten, Weben, Falten, Spiegeln, Pricken, Collagieren bis hin zu Kreationen des Pop-up wurde vieles erprobt. Anschließend hatten alle die Aufgabe, ein Papierzählbuch oder eine Geschichte aus Papier zu planen und diese in das gefaltet Buch zu integrieren. Die Bücher konnten anschließend im Kindergartenpraktikum den Kindern gezeigt werden. Die eine oder andere Technik, mit Papier zu gestalten, wurde im Praktikum dann auch aufgegriffen.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Die laufen ja im Kreis! Schattenspiel für Kindergartenkinder

"Die laufen ja im Kreis!" So kommentierte ein Mädchen aus dem Fachschulkindergarten das bewegte Schattenstück über seltsame Tiere, die - eins nach dem anderen - voreinander davonrennen.

Die kurze Geschichte wurde von fünf Schülerinnen und Schülern zum Abschluss des Wahlpflichtangebots "Schattenspiele" entwickelt und aufgeführt. Damit konnten wir die Kinder aus unserem Kindergarten endlich zu einem Gegenbesuch zu uns an die Schule einladen - nach der sehr gelungenen Aufführung der Kinder (und ihrer Erzieherinnen) des Schattenspiels "Für Hund und Katz ist auch noch Platz", zu dem wir im November eingeladen waren.

Uns hat das echt großen Spaß gemacht!

Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

Kuscheltiere anhand einer Kinderzeichnung gestalten

Die Auseinandersetzung mit Kinderzeichnungen bringt unsere Schülerinnen und Schüler mit Befindlichkeiten und Erinnerungen an ihre eigene Biographie in Kontakt. Bei den meisten kommen dabei angenehme und positive Gefühle hervor. Vor diesem Hintergrund wurde die Aufgabe gestellt, nun die eigenen Kinderzeichnungen in ein Kuscheltier in textiler Weise umzusetzen. Wichtig dabei war es, dass das Kuscheltier tatsächlich von Kindern bespielt werden kann, also auch stabil hergestellt wird, und dass es möglichst verschiedenartige taktile, akustische und optische Qualitäten besitzt. Wunderschöne Liebhaberstücke sind entstanden.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Zauberhafte Weihnachtskarten: Frohes Fest!

In PIA 1 wurden verschiedene Drucktechniken erprobt und anschließend zum Thema Weihnachten umgesetzt. Diese Erfahrung fließt in die Weihnachtszeit in der sozialpädagogischen Praxis ein.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Einzigartige Adventskalender in Drucktechnik

Der PIA1-Kurs hat in der Weihnachtszeit individuelle Adventskalender mit ganz unterschiedlichen Drucktechniken hergestellt. Die Beschenkten wurden in der Adventszeit täglich mit einem neuen, kleinen und feinen Druck hinter dem Fensterchen überrascht. Eine gelungene Aktion!

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

99 Möglichkeiten, eine Kokosnuss zu knacken

Ein Artikel in der Zeitschrift Luftballon gab uns den Impuls, dass wir uns kreativ mit der Kokosnuss beschäftigten. Im Artikel stand die These, es gäbe 99 Möglichkeiten, eine Kokosnuss zu knacken. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Die Studierenden des Unterkurses hatten in Gruppen die Aufgabe, nach völlig unterschiedlichen Arten zu suchen, eine Kokosnuss zu öffnen, und sich dann zu überlegen, was aus der Kokosnussschale entstehen kann und was mit dem Kokosnussfleisch und mit der Kokosnussmilch gemacht wird. Diese kreativen Ideen wurden dann auch realisiert.

Entstanden ist ein leckerer Kokosnusskuchen, Kokosnusseiswürfelchen, Kokosjoghurt mit Kokoschips, Haarlotion, ein BH aus Kokosnussschalen, Schiffchen, Ohrschützer, Schmuck, Schlüsselanhänger, eine Puppenwiege, eine Versteckspielfigur, ein Püppchen, eine Rassel, ein Vogelhäuschen, ein Mobile, ein Teelichthalter und eine Trinkschale.

Der kreative Prozess nach Rudolf Seitz wurde bei diesen Aktionen analysiert. Ein nachhaltiges Projekt, das zum kreativen Arbeiten mit Kindern in der sozialpädagogischen Praxis anregt.

Helga Abendschein, Dozentin für ästhetische Bildung

Versteckspielfiguren aus der Gemüsekiste

Unterkurs und PiA3 hatten viel Spaß beim Gestalten besonderer Versteckspielfiguren, mit allem was die Natur so bietet ...

Aus einer Kinderzeichnung wird ein Kuscheltier

Im Unterkurs lautete die Aufgabenstellung: Meine Kinderzeichnung als Kuscheltier ...
Das Plakate zeigt die vielfältige Umsetzung mit ganz unterschiedlichen Materialien und Ideen, toll geworden!

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Wasserphantasiewesen aus Seife

Im Themenblock Dreidimensionales Arbeiten haben wir Wasserphantasiewesen aus Seife geschnitzt, eine Seifenschale aus Ton modelliert und eine reliefartige Struktur in die Seifenschale eingeprägt. Aus dem Unterricht nehmen wir vielfältige Anregungen für die sozialpädagogische Praxis mit: keine Kita mehr ohne Phantasiewesen am Waschbecken!!

Vulkanausbruch auf La Palma

Die eindrucksvollen Bilder in den Medien zum Vulkanausbruch auf La Palma wurden zum Gestaltungsthema in Ästhetik. Der Unterkurs stellte verschiedenartige Modelliermassen wie zum Beispiel Salzteig, Knetmasse, Katzenton, Ton, Knetwachs und Stockbrotteig selbst her und modellierte daraus Vulkane, Feuerdrachen und alles was dieses Thema ergänzt. Die altersentsprechende Anwendungsmöglichkeit des Materials für die sozialpädagogische Praxis wurde anschließend ausgewertet und reflektiert. 

Mit verschiedenen Malmaterialien konnte das Thema Feuer und Vulkanausbruch illustriert werden. Beim Brennen im offenen Feuer wurde Stockbrotteig um die Grillstöcke geformt und mit den Vulkanen aus Katzenton im offenen Feuer gebacken. Die gebrannten Vulkane kamen mit Wunderkerzen brennend zum Einsatz. 

Wir beschäftigten uns auch mit Legenden und Geschichten zum Thema Feuer, Vulkane und Feuerdrachen. An der Feuerstelle wurden die Geschichten erzählt. Das Gedicht “das Feuer” von James Krüss versetzte uns in eine entsprechende Stimmung. Auch analysierten wir ein Feuerprojekt einer Grundschule. 

Diese Aufgabenstellung eröffnete den Studierenden ein Projektbeispiel, wie es in der Praxis möglich sein kann, gestalterisch auf eine aktuelle Umweltsituation zu reagieren und diese auch zu verarbeiten.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Gestalten mit Blüten, Pflanzen und Blättern

Über das gesamte Schuljahr hinweg hatte das Berufskolleg die Aufgabe, Blüten und Blätter zu sammeln, zu pressen und schließlich Themen daraus zu gestalten. Es sind verschiedene zauberhafte Bildserien entstanden zu den Themen: Körper, christliche Symbole, Frühling, Bäume, Obst, Feen, Vier Jahreszeiten und andere.

Zeitgleich war es auch möglich, draußen in der Natur Bildmotive zu erschaffen oder anzupflanzen und diese mittels Fotografie festzuhalten. Eine Reflexion für die sozialpädagogische Praxis rundete die Aufgabe ab. Ein Schülerin beobachtete von September bis Juni mit Kindern die Wandlung des angepflanzten Blumenbildes.

Helga Abendschein, Dozentin für ästhetische Bildung

Vier Jahreszeiten
Kleine Geschichten
Bäume aus Blättern und Pflanzenteilen
Allerlei Obst
Feen aus Blüten und Blättern
Christliche Symbole aus Naturmaterialien

Versteckspielfiguren für die sozialpädagogische Praxis

Die Studierenden des Unterkurses stellten zu Beginn des Schuljahres verschiedene Modelliermassen wie Salzteig, Knete, Ton, Papiermache und Knetwachs selbst her. Der Einsatz dieser Materialien wurde in Bezug auf die sozialpädagogische Praxis reflektiert. Anschließend hatten sie die Aufgabe eine Versteckspielfigur zu entwerfen und herzustellen. Diese bezaubernden Spielobjekte können nun im Kindergarten ihren Einsatz finden.

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung

Brettspiele mit Kindern entwickeln

Natürlich gibt es jede Menge Spiele für jedes Alter und jeden Geschmack im Handel zu kaufen. Mit Kindern ist es jedoch eine spannende und kreative Aktivität, selbst ein Brettspiel zu erfinden und herzustellen! Dabei können die Themen aufgegriffen werden, die den Kindern wichtig sind - zum Beispiel: Abenteuer im Weltraum, Dinosaurier oder Fußball.

"An den Wohnzimmertischen wird mehr denn je gespielt" –
d
as war kürzlich so im Radio zu hören.

Studierende aus PiA1 und aus den Unterkursen haben ausprobiert wie es gehen kann, so ein Spiel zu entwickeln und zu gestalten. Eine besondere Herausforderung dabei war es, das Spielbrett und die Spielfiguren aus dem herzustellen, was zuhause vorhanden ist und passend erscheint. Es wurden Kronkorken und Bilder aus Zeitschriften verwendet, da kamen Klorollen, Knöpfe und vieles mehr zum Einsatz.

Wie bei "richtigen" Würfelspielen gilt es auch bei den selbstgemachten Versionen, Aufgaben zu erledigen, Belohnungen zu bekommen oder kleine Schikanen auszuhalten. Je nach Motto und Thema des Spiels werden dabei ganze Geschichten spielerisch erlebt: Der Drache muss aus der Burg vertrieben werden; Ein Zauberer wird darin unterstützt, den magischen Umhang zu finden; Die Feuerwehr fährt einen Einsatz; Zusammen mit den Wilden Kerlen wird das Wild-sein ausgekostet; Mit Frau Holle werden Kissen ausgeschüttelt ... und vieles mehr!

Manche der hergestellten Spiele machen Zusammenhänge deutlich, indem sie etwa gesunde und ungesunde Nahrungsmittel zum Thema haben oder wenn sich alles um das Leben der Wildbienen dreht. Es kann also gerne noch lange weiter gespielt werden!

Annemarie Steiner, Dozentin für Ästhetische Bildung

Ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema Feuer

Vulkane, Wunderkerzen und Feuerdrachen

PIA 3 beschäftigt sich in Naturwissenschaftlicher Bildung und in Ästhetik auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Feuer. Die Studierenden haben in Ästhetik Katzenton selbst hergestellt und dieses Material zu Vulkanen und Feuerdrachen verarbeitet. Mittels Wunderkerzen konnten die Vulkane Feuer spucken.


Im offenen Feuer wurden dann die Katzentonobjekte geschmaucht. Im Grill oder im Lagerfeuer verfestigt sich die trockene Modelliermasse zu wasserfesten Gebrauchsobjekten. Beim Brennvorgang kann beobachtet werden, wie die Vulkane und die Drachen Feuer fauchen. Das gemeinsame Erleben rund ums Lagerfeuer schafft eine ganz besonders anregende sinnliche Stimmung innerhalb der Gruppe.


Zeitgleich beschäftigten wir uns mit Märchen, mit Mythen und Geschichten zum Thema Feuer und Feuerdrachen. Ein Teil der Gruppe erörterte die Entstehung von Vulkanen und deren Ausbruch. Des Weiteren erprobte die Gruppe das zweidimensionale Darstellen des Thema Feuer mit ganz unterschiedlichen Malmaterialien und Techniken.  Im Online-Unterricht wurde dann in Kleingruppen zum Thema Feuer und Alltagserfahrungen rund ums Feuer experimentiert und geforscht. Dabei sind sehr spannende Fotos und kleine Dokumentationsfilmchen entstanden. Sicherlich wird in der sozialpädagogischen Praxis künftig der ein oder andere Rauch aufsteigen ...

Helga Abendschein, Dozentin für Ästhetische Bildung